Chronik

Der Luther von Stedtfeld

Otto Münch schrieb handschriftlich die 120seitige Chronik von Stedtfeld

Von Ludger Konopka (Text und Fotos)

Stolz hievt Otto Münch die kiloschwere Stedtfelder Gemeindechronik auf den Tisch im unteren Boyneburgkschen Schloß. Und schwitzt dabei nicht einmal. ,,Ich kam nach Luther“, lächelt der 74jährige verschmitzt. ,,Der hat seine Bibel in einem Jahr geschrieben und ich die 120seitige Chronik handschriftlich in drei Monaten.“ Seine kräftigen Hände umklammern sicher den dicken Einband.

1155 wird ,,Stetifelt“ im Kodex Eberhardi zuerst genannt. Der Mönch Eberhard hatte im Auftrag des Klosters Fulda dessen Besitz ermittelt und den Kodex in lateinischer Schrift niedergeschrieben. Das Original wird im hessischen Staatsarchiv in Marburg aufbewahrt. Otto Münch: ,,Im Mittelalter wurde unser Dorf auch als Wiederstedtfeld bezeichnet, solange das Dorf Oberstedtfeld noch am Fuße der Michelskuppe in Eisenach bestanden hat.“ Als Martin Luther 1483 in Eisleben das Licht der noch nicht reformierten Welt erblickte, war Stedtfeld schon seit 328 Jahren bekannt.

Die 850-Jahr-Feier Stedtfelds von 2005 ist in der vom ehemaligen Ortsbürgermeister Christian Köckert gewidmeten Chronik ausführlich in Wort und Bild dokumentiert. ,,In seiner Amtszeit von 1991 bis 1994 hat Christian Köckert praktisch das Kuhdorf Stedtfeld zu einem lebenswerten, modernen Stadtteil gemacht“, weiß Chronist Münch. Heute sind im Gewerbegebiet des schmucken Dörfchens um die 30 Firmen ansässig.

 

Und dann ist da noch Lothar Kappherr. Der hat in drei Jahrzehnten Daten und Ereignisse gesammelt, die durch Otto Münch niedergeschrieben wurden. ,,Als meine Hauptaufgabe sehe ich die Erhaltung der historischen Aufzeichnungen und Arbeiten der Ortsgeschichte, die unser Chronist Lothar Kappherr in seiner Sammelleidenschaft und Forschungsarbeit zusammengetragen hat und die für ihn bequem als Dissertation für einen Doktortitel gereicht hätte“, verdeutlicht Münch den Sinn seiner Arbeit.

,,Den Schreibauftrag für die Stedtfelder Chronik erhielt ich vom Ortsteilbürgermeister Ottomar Schäfer“, erinnert sich Münch. So hat er dem ,,Datensammler“ und langjährigen Vorsitzenden des Wandervereins eine ganze Seite mit Bild gewidmet: ,,Lothar Kappherr war auch die Triebkraft, daß in Stedtfeld der Bergbau-Lehrpfad zu neuem Leben erweckt wurde.“

Fast zärtlich streichen Münchs kernige Finger über ihr geschriebenes Werk. In ihrem Arbeitsleben waren sie bis 1956 in der Klempnerei der AWE-Forschungsabteilung und schraubten fürs Rennkollektiv den 1,5-l-Rennsportwagen. Die Zylinderkopffertigung im Gries war nach der Wende selbständig und bis zur Übernahme durch VW Mosel in Zwickau beim AWE integriert. Seit 16 Jahren sind diese Finger im ,,Schrauberruhestand“ – und schreiben statt dessen schön.

Auch andere haben sich schön in die Chronik eingetragen. Die Liste der Ehrengäste ist lang: Vorneweg Baron Otto und Dorette von Boyneburgk, die letzte Generation, die in Stedtfeld gelebt hat. Heute residieren sie in Wichmannshausen. Christian Köckert hat als Thüringens Innenminister seine Handschrift hinterlassen, so wie Dr. Hardo Nordmann, europäischer Patentanwalt bei Siemens. Er lebte bis 1948 in ,,Stetifelt“. Die Verwandten von Lutz Harsein, Landesforstverwaltung, stammen aus der Stedtfelder Mühle. Landrat Reinhard Krebs wohnt quasi ,,um die Ecke“.

Juni 1966. Professor Dr. hc Rudolf Mauersberger, Leiter des Dresdner Kreuzchores, gibt in der Margarethenkirche ein Chorkonzert. Der Hörscheler Kantor Oscar Schill hatte es möglich gemacht. ,,Vor dem Hintergrund, daß Stedtfeld bis 1972 Sperrzone war, geradezu ein sensationelles Ereignis“, wertet Otto Münch diese Geschichte wohl richtig.

Mit der Wende kamen die Amerikaner. Im Herbst 1990 hockte Louis R. Hughes in der Dorfgaststätte ,,Zur Linde“. Der Leiter Automobilproduktion GM Europa versprach beim frisch gezapften ,,Eisenacher“ eine umweltverträgliche Produktion im Opelwerk auf dem Gries. Weitere illustre Größen im Dorf: Joschka Fischer als hessischer Umweltminister, Bundespräsident Roman Herzog besuchte 1997 das Gründerzentrum im Gewerbegebiet. Und natürlich wanderte Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel auf dem Stedtfelder Rennsteig.

Am 14. Mai 1998 wird die Luft über dem Dorf durcheinandergewirbelt. Mit dem Hubschrauber landen US-Präsident Bill Clinton und Bundeskanzler Helmut Kohl auf dem Werth gegenüber den Fidelhöfen, um das Opel-Werk zu besichtigen.

Übrigens war auch Gustav Stein, der Erbauer des Burschenschaftsdenkmals, ein Stedtfelder Jung. Jahrgang 1855. Mit seiner großen Baufirma in Eisenach war er herzoglicher Hoflieferant. Nicht unwesentlichen Anteil an der Bevölkerungsentwicklung im Dorf hatte Pauline Löffler – als Hebamme. Von 1931 bis 1961 hat sie in Stedtfeld und Umgebung etwa 1500 Kinder ans Licht der Welt gebracht. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kam sie an ihren Einsatzort. Erst 1953 gönnte sie sich ein Moped.

Mit viel Liebe zum Detail baute Otto Münch ab 2005 anläßlich der 850-Jahr-Feier auch die Ausstellung ,,Ortsgeschichte Stedtfeld“ in zwei Räumen des unteren Schlosses auf. Seine Augen glänzen, wenn er sagt: ,,Besondere Ereignisse und Persönlichkeiten haben hier einen Platz gefunden, um unseren Nachfahren kulturelles Wissen zu erhalten.“ So ist es kein Wunder, daß auch die Augen ganzer Schulklassen glänzen, wenn er sie durch seine ,,Gemächer“ führt. Zu sehen sind Exponate aus dem Altbergbau, von Handwerk und Vereinen, sowie ,,Fotofließbänder“ mit Bildern aus vergangenen Jahrzehnten. Den ,,Fürstenstollen“, einen der Schächte über dem Pochteich, die zum Teil 150 Jahre alt sind, hat er als Modell nachgebaut. ,,Der Kupfer- und Kobaltbergbau in Stedtfeld existierte etwa von 1522 bis 1800“, erzählt Otto Münch. Sein Hobby Fossiliensuche passte da natürlich genau in den Aufbau der Ausstellung. Und schon halten seine immer noch kräftigen Hände einen großen Brocken Kupfergestein in den Raum.

Neben historischem Werkzeug aus der Holzfällerei, dem Bergbau und der Schmiedekunst, ist das Schmuckstück der Ausstellung zu sehen. Das detailverliebte Modell des Pochwerks und der Schmelzhütte. ,,Poch, poch, poch macht’s leider nicht“, schmunzelt der Luther von Stedtfeld, ,,ich habe kein fließend Wasser in die Mühle geleitet.“

Martin Luther starb 1546 in Eisleben. Sein schreibender Nachfahre Otto Münch betrat 1938 in Stedtfeld die Bühne der inzwischen reformierten Welt. Die Chronik wird vom Ortsschreiber natürlich in Schönschrift den Ereignissen entsprechend weitergeführt. Münch ist immer auf der Höhe der Zeit.

Die Stedtfelder haben das große Glück einen ausgezeichneten Ortschronisten in ihren Reihen zu wähnen. Es ist Lothar Kappherr der die nun folgende Chronik erstellt und darüber hinaus noch erheblich mehr wissenswertes über Stedtfeld gesammelt hat:
Der Stadt Eisenach am nächsten gelegen, ist Stedtfeld. Der Ort erstreckt sich fünf Kilometer westlich von Eisenach im Tal der Hörsel. Bereits Ende des neunten Jahrhunderts wurde der Ort durch eine Güterschenkung erwähnt.
Seit 1450 war Stedtfeld im Besitz der Familie von Boyneburgk, einem Rittergeschlecht aus Hessen. Einige der ältesten Grabtafeln dieser Familie findet man in der Margarethenkirche, die im 11. Jahrhundert erbaut wurde. Diese Kirche und der Steinstock, ein Turm im Zentrum des Dorfes, waren vermutlich Teil einer mittelalterlichen Wehranlage.

Stedtfeld, heute ein Ortsteil Eisenachs liegt fünf Kilometer westlich der Stadt im Tal der Hörsel. Südlich erstreckt sich zum Thüringer Wald gehörend, ein großes Waldgebiet, in dem ein etwa fünf Kilometer langes Teilstück des Rennsteiges verläuft. Die nördlich gelegenen Höhen sind nur teilweise bewaldet.

Bereits Ende des neunten Jahrhunderts wurde der Ort erwähnt.
Kaiser Heinrich II schenkte 1016 das Gebiet in dem Stedtfeld lag dem Abt des Kloster Hersfeld. Herren waren die Familien von ,,Stetefelde”, sie nannten sich nach dem Ort.
Ein Mönch namens Eberhard hat von 1155-1165 den Kodex alter Urkunden in lateinischer Schrift für das Kloster Fulda in ein geordnetes Verzeichnis niedergeschrieben, auch die Urkunde mit der Erwähnung von Stedtfeld.
Im Frühmittelalter hatte unser Dorf noch zwei Schwesterortschaften, im Osten Oberstedtfeld, am Michelsbach in Eisenach und Niederstedtfeld am Frankenstein im Westen. Stedtfeld war zu dieser Zeit Eigentum der mächtigen Dynastie von Frankenstein. Ritter Heinrich von Stetefelde (Stetefeld) verkauft 1283 den Hütschhof und den Wald ,,Stopfelskuppe” an Kloster Reinhardsbrunn. Später wurde der Ort hersfeldisches Lehen und kam dann unter Thüringer Landeshoheit. Seit 1450 war Stedtfeld im Besitz der Familie von Boyneburgk, einem hessischen Rittergeschlecht. Hermann von Boyneburgk heiratete Elisabeth von Hofmeister, die letzte Erbtochter aus dem alten thüringischen Geschlecht der Hofmeister, sie waren die Nachfahren des Ritters Heinrich von Stetefelde (Stetefeld)

Die Boyneburgks übten in Stedtfeld die Gerichtsbarkeit aus, hatten Polizeigewalt und auch das Kirchenpatronat wurde ihnen zugesprochen. Durch Expansionsbestrebungen kamen sie auch in den Besitz fast sämtlicher Höfe der Umgebung, so dem Rangenhof, Clausberg, Schnepfenhof und Deubachshof, sowie das halbe Dorf Hörschel.

Stedtfeld hatte viel unter den Kriegswirren zu leiden. So wurde der Ort im Dreißigjährigen Krieg dreimal geplündert und weitgehend zerstört. Im Siebenjährigen Krieg lagerten hier im Herbst 1757 die Reichsarmee und die französischen Truppen und erwarteten einen Angriff der Preußen. Auch in den Freiheitskriegen 1813 wurden dem Ort durch französische Soldaten und Kosaken schwerer Schaden zugefügt.

Es sind zahlreiche Dokumente erhalten geblieben, so dass man diesen Teil der Ortsgeschichte gut in Einzelheiten nachvollziehen kann.

Auch die Erdgeschichte hinterließ über 250 Millionen Jahre ihre Spuren. Im Stedtfelder Revier lagern vier geologische Formationen: Rotliegendes, Zechstein, Buntsandstein und Muschelkalk. Bei der Auffaltung des Thüringer Waldes vererzten die Rücken der Kupferschieferschicht. So wurden seit 1522 Kupfer- und Kobalterze im Stedtfelder Gebiet abgebaut. Erst um 1800 musste der Bergbau aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Zahlreiche Relikte wie Pingen, Schächte, Halden, Stollen und Wasserkünste sind heute noch in den Wäldern aus dieser Zeit vorhanden. Interessierte Bürger haben mit viel Mühe einen bergbaukundlichen Lehrpfad errichtet, der durch ein landschaftlich schönes Gelände von Stedtfeld zum Rennsteig führt.

Während bis dahin die Einwohner vorwiegend in Landwirtschaft, Handwerk und Bergbau tätig waren, suchte man sich dann Arbeit am Bau und in den Fabriken im nahen Eisenach. Es wurde ein bescheidener Wohlstand erreicht.

Nach dem 2. Weltkrieg und nach Einbeziehung Stedtfelds in die Sperrzone wurde die positive Entwicklung des Ortes unterbrochen. Das Dorf wurde aber dadurch nicht zersiedelt und behielt seine gewachsenen Strukturen.

Nach der Wende stellte man hier die Weichen frühzeitig auf Entwicklung von Gewerbe. So entstand im Osten ein Gewerbepark, wo auch Hi-tek Firmen angesiedelt wurden. Etwa 800 Menschen finden dort Arbeit und Brot. Auch die Adam Opel AG baute auf einem Teil der Stedtfelder Gemarkung das modernste Automobilwerk Europas, die Opel Eisenach G.m.b.H.

Durch einen Dorfentwicklungsplan konnte der ländliche Charakter des Ortes erhalten werden. In Folge der Verwaltungsreform wurde der Ort 1995 der Stadt Eisenach eingemeindet. Heute leben etwa 1000 Menschen in Stedtfeld.

Ende des neunten Jahrhunderts wurde der Ort durch eine Güterschenkung eines Ditolt erwähnt. Die Originalurkunde in lateinischer Schrift befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg.
Kaiser Heinrich II schenkte 1016 das Gebiet in dem Stedtfeld lag dem Abt des Kloster Hersfeld. Herren waren die Familien von ,,Stetefelde”, sie nannten sich nach dem Ort

1275 Inhaber des Dorfes waren zu gleichen Anteilen, Konrad von Debreschen, Rudolf von Dornberg und Konrad von Varila. Ritter Heinrich von Stetefelde (Stetefeld) verkauft 1283 den Hütschhof und den Wald ,,Stopfelskuppe” an Kloster Reinhardsbrunn

1296 Ritter Hermann von Hirsingerrode, Hofmeister des Landgrafen Albrecht erwarb die Stedtfelder Güter zu drei Teilen, sie waren die Nachfahren des Ritters Heinrich von Stetefelde (Stetefeld)

1369 Die Söhne Hermann uund Heinrich Hofmeister teilten sich die Stedtfelder Güter Hermann verpfändete seine Hälfte an Johann von Creuzburg, Johann und Fritz von Frymar und Johann Gottschalk

1399 Wetzel von Steyn ist im Pfandbesitz Vorgenannter Güter

1436 Diese Güter sind an Friedrich von Kolmatsch übergegangen, er wird bis 1463 als Herr von Stedtfeld genannt

1674 Hans Jost II von Boyneburgk lässt auf eigene Kosten eine Orgel bauen, der Schulmeister hat sie zu schlagen ( spielen )

1732 Es wurde eine Feuerspritze gekauft. Sie kam von Wolfsbehringen und kostete 90 Reichstaler. Jeder Einwohner hatte 16 gute Groschen dafür zu bezahlen, den Rest übernahm der Herr von Boyneburgk. Dazu wurde das Spritzenhaus der Gemeinde gebaut

1735 Armeerevision, die Gemeinde wurde hart belegt und musste Schulden machen. Es wurde eine Schulwiese verpachtet

1757 Das Lager der Franzosen und der Kaiserlichen im Siebenjährigen Krieg war bei Michel Wiedemanns Haus. Ebenfalls waren Lager auf dem Burgacker vor dem Langen Weg bei Eisenach, sowie auf dem Clausberg und Rangenhof und über dem Schnepfenhof

1758 Ein Brauhaus wurde auf Gemeindegrund gebaut. Boyneburgk verspricht vor der Gemeindeversammlung die Freiheit und das Recht der Kirmesgesellschaft das Bier selbst zu brauen. Ebenfalls wird gestattet, wenn ein Bräutigam dazu im Stande ist, das Hochzeitsbier zu brauen. Er braucht nur die fürstliche Trinksteuer zu bezahlen

1762 Eine weitere Feuerspritze wurde angeschafft. Sie wurde von der Kirche gekauft, die Gemeide hat sie gefahren

1763 Ein Anbau an das Spritzenhaus wurde gemacht und die neue Feuerspritze hineingestellt

1763 Am Sonntag Cantate wurde im gesamten Eisenacher- und Weimarischen Land ein Freudenfest zur Beendigung des Siebenjährigen Krieges gefeiert

1767 Der Winter war besonders hart und grausam. Es kam zu Wassermangel, da die Brunnen eingefroren waren. Das Antriebswasser für die Mühle war zu gering, sodass nicht gemahlen werden konnte. Es mangelte an Mehl und Schrot. Laut fürstlichen Befehl durfte mit dem wenigen Wasser nur geschrotet werden, um das notwendige Mehl zu erhalten. Damit wurde Brot gebacken, trotzdem herrschte großer Hunger

1767 Am 1. Februar endete die Frostperiode, es regnete und das Eis der Hörsel brach auf, damit kam es zur Wassernot. Die Gemeinde baute einen Schutzdamm vor Arnolds Haus an der Hörsel und kommandierte 6 Mann mit Feuerhaken darauf unter der Mühle bildete sich ein gewaltiger Eisstau, wie er noch nie gesehen ward . Das Mühlenwehr wurde vernichtet. Auf der Hörsel trieben Bohlen, Hausrat, Hausteile und stauten sich vor der Brücke. Da wurde mit der Glocke Alarm geschlagen und die gesamte Gemeinde zum Schutz des Unterlandes gerufen. Am Abend brach endlich der Eisdamm auf und die Wasserflut lief ab

1774 Eine große Teuerung setzte ein, der Preis für eine Metze Korn stieg auf 23 gute Groschen und für eine Metze Gerste auf 16 gute Groschen

1774 Das Spritzen- und Hirtenhaus wurde im Oberland am Aufgang Lindenrain gebaut, vorher hatte es in der Wittigstraße gestanden

1776 Das Gemeinde Backhaus wurde wieder abgeschafft. Laut fürstlichen Befehl konnten jetzt wieder Privatbacköfen gebaut und genutzt werden

1799 Eine neue Kirchenuhr wurde angeschafft. Sie kostete 130 Taler . Finanziert hat sie: die Kirche
35 Taler je Einwohner
16 gute Groschen je Einmietling
8 gute Groschen der Geheime Kammerherr
19 Reichstaler 12 gute Groschen der Kammerherr
6 Reichstaler 12 gute Groschen

1802 Am Sonntag nach Michaelis wurde die neue Schule eingeweiht. Sie kostet 603 Reichstaler

1803 Beim Frühjahrseisgang wurde die große Hörselbrücke vernichtet, ihr Wiederaufbau kostete 402 Reichstaler

1806 War der große Krieg zwischen Frankreich und Preußen. Am 2. Oktober verlor Preußen die Schlacht bei Jena und Auerstädt. Das ganze Thüringer Land wurde ausgeplündert. Sogar die Tagelöhner mussten Heu liefern

1813 War wochenlang große Einquartierung. Selbst der ärmste Tagelöhner hatte 4 Soldaten. Von April bis August haben 7000 Soldaten im Ort Quartier bezogen. Stedtfeld musste wochenlang in Ablösung mit 3 Mann Schanzarbeiten in Erfurt leisten

1813 Am 18. Oktober war die große Völkerschlacht bei Leipzig. Die Franzosen wurden geschlagen und zogen sich nach Westen zurück

1813 Am 31. Oktober standen die Franzosen vor Eisenach und Stedtfeld im Lager. Am 2. November plünderten sie Stedtfeld. Noch am selben Tag griffen Preußen und Russen die Franzosen an. Die Feuergefechte dauerten den ganzen 3. November, danach besetzten 50 Kosaken den Ort und bildeten in der Wittiggasse ein Lager mit 8 großen Feuern. Am Abend kamen noch 50 Kosaken aus dem Lager bei Eisenach, plünderten das Oberland und nahmen 20 Schweine mit. Am 4. Nov. gingen die Plünderungen weiter. Es wurde viel Gut vernichtet und zerschlagen

1816 Am 12. April kam der Kurier aus Paris mit der Mitteilung, dass Frieden sei, darauhin wurde geleutet und gesungen. In Eisenach wurde mit Kanonen geschossen, auch auf den Dörfern wurde Salut geschossen

1816 Am 31. Oktober wurde das Friedensfest gefeiert. Es soll jetzt jedes Jahr auf den Bergen ein Freudenfeuer angezündet werden. Dabei soll der Pfarrer predigen und der Schulmeister mit seinen Kindern singen

1817 Es war eine große Teuerung. Eine Metze Korn kostete 1 Reichstaler und 2 gute Groschen. Es wurde Korn aus Rußland eingeführt, das kostete je Metze 20 gute Groschen

1833 Ein großes anhaltendes Regenwetter. Das Hörseltal war im Dezember und Januar überschwemmt. Ein großer Sturm verursachte Waldschäden. Der Winter war mild

1845 Eine neue Feuerspritze wurde in Stedtfeld angeschafft. Sei hat Schlauch und Rohr und sie kostete 240 Reichstaler neuer Währung

1907 Einweihung der neuen Schule mit dem Wirtschaftsgebäude. Der Gemeinde kostet die Inestition 26500 Goldmark

1914-1918 Im 1. Weltkrieg mußten 24 junge Stedtfelder ihr Leben lassen, an sie erinnert das Kriegerdenkmal

1924 Am 1. Oktober Ausgemeindung au der Stadt Eisenach. Die Gemeinde Stedtfeld wird verarmt und ausgeplündert wieder selbständig

1939 Am 1. September beginnt der 2. Weltkrieg. Auch 52 junge Männer aus unserem Ort mußten Ihr Leben lassen

1940 Stedtfeld erhält Einquartierung, die 13. Kompanie kommt aus dem Frankreichfeldzug zurück

1944 Der Sozialdemokrat Friedrich Heller wird als Folge des Hitlerattentats in das KZ Buchenwald verbracht. Man konnte ihn nichts nachweisen

1944 Am 27. September war über unserem Raum eine große Luftschlacht. 27 „Fliegende Festungen” und 19 deutsche Jäger wurden abgeschossen. Am Mühlkopf stürzte ein deutscher Jäger in den Wald

1945 Vom Osteronntag, 1. April bis Donnerstag, 5. April fallen in der Stedtfelder Gemarkung 14 junge Soldaten, ihre Gräber sind auf unseren Friedhof. Im 2. Weltkrieg fallen 57 Männer im besten Alter. Große Trauer herrscht im Ort

1945 Ostersonntag, 1. April die Amerikaner stehen an der Werra, Stedtfeld wird mit Artillerie beschossen, die Bürger fliehen in Panik in den
Wald

1945 Am Freitag, 6. April die Amerikaner besetzen das Dorf. Die Wehrmacht war an Tag vorher abgezogen. Der Krieg war für uns zu Ende

1945 Am 30. Juni verlassen die Amerikaner auch Stedtfeld, Thüringen wird sowjetische Besatzungszone

1945 Sept. Die Bodenreform wird von der sowjetischen Besatzungsmacht angeordnet und auch in Stedtfeld durchgeführt

1946 Die Stedtfelder feiern wieder Kirmes. Nach einer Schlägerei mit einem Russen verbringen einige Kirmesburschen die Nacht im Gefängnis

1947 Im Frühjahr wird der Sportverein gegründet. Der Sportplatz mußte von der Bodenreform erstritten werden

1947 Wahl zum Thüringer Landtag, die LDPD wird in Stedtfeld stärkste Partei. Die Ergebnisse gelten künftig als Schlüssel für die Besetzung kommunaler Ämter

1947 In Folge dieser Wahl löst Bruno Mehne Friedrich Heller als Bürgermeister ab. Heller war 1945 eingesetzt worden

1952 Die Gemeindevertretung nimmt ein behördliches Schreiben zur Kenntnis, Nachdem der Gemeindewald von 104 Hektar volkseigen wurde

1952 Das Land Thüringen wird aufgelöst, der Deubachshof wird der Gemeinde Stedtfeld weggenommen und Krauthausen zugeschlagen

1952 Stedtfeld kommt in die 5 km Sperrzone. Ein Zugang ist nur noch mit Passierschein möglich

1955 Die LPG Typ III wird gegründet. 10 Bauern treten bei, im Dez 56 sind es schon 20 Bauern. Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten

1956 Im Februar stimmt die Gemeindevertretung der Ausgemeindung vom Deubachshof an Krauthausen zu

1959 Im Februar wurde der Karnevalsverein aus den Reihen der Sportler gegründet. Die erste öffentliche Sitzung fand am Sonntag, 1. März statt

1960 Im März wird von den örtlichen Organen, vom Rat des Kreises und dem sogen. Patenbetrieb RFT der Beitritt der letzen Einzelbauern zur LPG erzwungen

1961 Mai, großes Hochwasser das Hörseltal wurd 9 mal überflutet. Auch der Damm im Unterland war den Wassermassen nicht gewachsen

1972 Am 14. Aug. Großbrand auf dem Schlosshof. Durch Plitzschlag wird die Scheune mit 35 Fuhren Luzerne vernichtet

1972 Die Hörsel wird in der Ortslage reguliert seitdem hatten wir im Dorf kein Hochwasser mehr.

1980 Auf dem Werth und am Gries wird auf Stedtfelder Flur ein neues Autowerk eingeweiht

1980 Bau der neuen Spannbetonbrücke über die Hörsel mit einer anderer Straßenanbindung. Kosten: 768 000 Mark

1989 Am Freitag, 29. Dezember im Vereinszimmer des Gasthauses „Zur Linde” Gründung des Bürgerkommitees, das auch die Wende in Stedtfeld einleitet

1990 Im Juni gründen Mitglieder des Bürgerkommitees einen Wanderverein, der sich im Oktober 1990 als Ortsgruppe dem Rennsteigverein anschließt.

1991 Unser Pastor Christian Köckert wird Anfang Januar zum Bürgermeister von Stedtfeld gewählt

1991 September, Spatenstich für die Erschließung des Gewerbepark im Osten des Dorfes

1991 Im Herbst Spatenstich zum Bau der Stedtfelder Kläranlage durch den Hessischen Umweltminister Joschka Fischer und Bürgermeister Kökert

1992 Mai ist der Baubeginn im Gewerbepark. Die Firma Fröhlich legt den Grundstein für das Produktionsgebäude

1992 Bürgerentscheid für die Zusammenlegung der Gemeinden westlich von Eisenach. 77% der Stedtfelder Bürger stimmen zu

1992 Am 3. Dezember ist Richtfest der Kläranlage am Frankentein. Hauptredner ist Mathias Todt

1993 Im März ist Richtfest des Gründer- und Inovationszentrum ( GIS ) Stedtfeld . Ein Pilotprojekt in Thüringen

1993 Im September zieht die Feuerwehr in ihr neues Domiziel GIS. Der Umzug wird mit einem großen Fest vollzogen

1993 Am 13. Oktober Einweihng der Großkläranlage am Frankenstein. Joschka Fischer ist wieder zugegen

1994 Im Mai wird die Renovierung des Kirchturmes mit dem Aufsetzten einer Goldenen Spitze abgeschlossen

1994 Stedtfeld wird am 1. Juli im Zuge der Gebietsreform der Stadt Eisenach eingemeindet

1994 Das GIS wird durch den Leiter der Staatskanzlei Dr. Michael Krapp offiziell In Betrieb genommen

1994 Ortsbürgermeister Christian Köckert wird am 16. Oktober direkt in den Thüringer Landtag gewählt

1994 Der Stedtfelder Elferrat übernimmt zum erstenmal die Regentschaft im Eisenacher Rathaus

1995 Das Hotel „Hollyday Inn” wird am 19. April im Gewerbepark in Betrieb genommen

1995 Am 2. Juni wird das Wanderhaus in einer Feierstunde dem Rennsteigverein zur Nutzung übergeben

1995 Baubeginn der Umgehungsstraße Stedtfeld, ein für uns sehr wichtiges Projekt. Der Hauptverkehr wird um das Dorf herumgeführt

1995 Durch die Fertigstellung des Hochbehälters am Judenkirchhof, wird die Trinkwasserversorgung der Gemeinde stabilisiert

1995 Christian Köckert wird am 22. November zum Vorsitzenden der CDU- Fraktion im Erfurter Landtag gewählt

1997 Am 26. Mai besucht Bundespräsident Roman Herzog das GIS in Stedtfeld Die ansässigen Firmen präsentieren ihr Programm

1998 Am 14. Mai, der amerikanische Präsident Bill Clinton und Bundeskanzler Kohl landen per Hubschrauber auf dem Werth gegenüber den Fidelhöfen zum Besuch des Opelwerkes und der Stadt Eisenach

1998 Im September werden der Tunnel durch den Hörselberg in Hörschel und die Umgehungsstraße um Stedtfeld offiziell für den Verkehr freigegeben

1999 Am 13. Juni Kommunalwahl in Thüringen. Die CDU siegt, Ottomar Schäfer wird zum Ortsbürgermeister gewählt

1999 Am 12. September Landtagswahl in Thüringen, Christian Köckert wird in unserem Wahlkreis mit weitem Abstand für die CDU direkt gewählt

1999 1. Oktober, Stedtfelds ex Bürgermeister Christian Köckert wird Innenminister des Landes Thüringen

2000 Der Rennsteigverein feiert sein 10 Jähriges Jubiläum

2002 Unsere Fußballjunioren werden Kreispokalsieger, Kreismeister von Eisenach und Gotha und schaffen den Aufstieg in die Landesklasse.
Der Thüringer Wandertag findet auf der ,,Spicke” seinen Abschluß, 2 Wanderungen führen über den Stedtfelder Berg und den Bergbaulehrpfad, verantwortlich war der Rennsteigverein Stedtfeld

2004 Die Margarethenkirche wird erneuert

2005 Frauenfußball, die Mannschaft wird Kreispokalsieger und die 1. Männermannschaft wird Kreisligasieger und steigt in die Bezirksliga auf

2006 Der in Stedtfeld lebende Reinhard Krebs wird Landrat vom Wartburgkreis

2007 Die SG Hörseltal feiert ,,60 Jahre Fußballverein”
18.-19.Januar fegt Orkan Kyrill über Stedtfeld hinweg

2008 Unser Lebensmittelladen ,,EDEKA” wird geschlossen

2009 Der Stedtfelder Carnevals Verein feiert ,,50 Jahre Karneval”

2010 Stedtfeld bekommt schnelles DSL (50.000) und ein Kinderspielplatz wird eröffnet

Die Boyneburgks-Stedtfelder Linie

1420 Hermann von Hofmeister kauft von seinem Bruder, der kinderlos war, den Anteil an Stedtfeld für 900 Goldgulden

1450 Hermann II von Boyneburgk heiratet Elisabeth von Hofmeister, Erbin des Gerichts Stedtfeld, Tochter des Hermann von Hofmeister, Schultheiß der Stadt Eisenach.

1454 Hermann II wird vom Abt des Klosters Hersfeld mit dem Gericht Stedtfeld belehnt.

1463 Herzog Wilhelm von Sachsen belehnt Hermann II mit der Braugerechtigkeit.

1483 Hans von Boyneburgk schließt einen Vertrag mit denen von Nesselröden über „In Ansehung des Deubach-Gutes und Trift”.

1490 Hermann II von Boyneburgk stirbt

1496 Hans von Boyneburgk kauft von seinem Schwager Hans von Erffa das halbe Dorf Hörschel für 200 Gulden.

1512 Rezeß mit dem Abt des Klosters Hersfeld über Rechte an dem Dorf Stedtfeld, der Abt gab auf. Es wurde ein Burgfrieden geschlossen.

1518 Etliche Güter werden auf Wiederkauf für 17 Goldgulden an Johann Pargold aus Eisenach verkauft.

1519 Jost von Boyneburgk und sein Bruder Heinrich werden vom Abt des Klosters Hersfeld mit dem halben Dorf Hörschel belehnt.

1521 Wieder werden etliche Güter für 200 Gulen auf Wiederkauf an den Grafen von Kirchberg verkauft.

1541 Verkauf des Gutes Deubachshof für 800 Gulden auf Wiederkauf.

1547 Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen beschwert sich wegen der Anwerbung Hessischer Reiter in Stedtfeld.

1561 Hans Jost von Boyneburgk fühte einen Erbschaftsprozess mit seinen Schwestern.

1564 Graf von Henneberg belehnt die Boyneburgks mit ½ Fuder Wein aus den Keltereien von Schleußingen und den Güter zu Grandenborn.

1576 Es starb Anna, die Schwester von Hans II. Sie war verheiratet mit Kurt Iffland Patrizier der freien Reichsstadt Nürnberg, er besaß den Schnepfenhof. Da die Ehe kinderlos war, fiel der Hof an die Boyneburgks.

1591 Die Gerichts- und Polizeiordnung wird im Gericht Stedtfeld aufgerichtet.

1598 Mit Georg Friedrich von Boyneburgk wird ein Erbvertrag unterschrieben. Er heiratet Marie von Bösau, die schon früh starb. Aus zweiter Ehe entstammen nochmals 8 Kinder.

1624 Hans Jost II von Boyneburgk wurde in Stedtfeld geboren. Er war wohl der bekannteste Vorfahre der Familie.

1637 Die Stedtfelder Güter waren fast gänzlich durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges.

1657 Hans Jost II übernimmt sämtliche Güter in Stedtfeld, sein Bruder Raphael Adolf war kinderlos gestorben.

1660 Hans Jost II heiratet Dorothea Marie von Keudel aus Wanfried. Sie hatten zusammen 8 Söhne und 6 Töchter.

1663 Erwerb des Gutes Clausberg. Das Wohnhaus und die Wirtschaftsgebäude wurden dort erbaut.

1667 Das zerstörte Wasserschloß an der Hörsel wurde abgerissen. Ein neues Schloß mit Wirtschaftsgebäuden wurde an jetziger Stelle errichtet. Die hier ansässigen Kleinbauern wurden im Oberland angesiedelt.

1676 Die Familie Boyneburgk erhält das Patronat über die Stedtfelder Kirche. Vom Herzog Hans Georg I erhielt er für treue Dienst den Klangswald.

1707 Hans Jost II stirbt, sein Besitz im Fürstentum Eisenach war:
1. Das Schloß Stedtfeld nebst Dorf
2. Das Dorf Hörschel zur Hälfte
3. Die Höfe Deubachshof, Schnepfenhof, Rangenhof und Clausberg.Nach seinem Tode fand in Stedtfeld eine Güterteilung statt.

1754 Ein Brunnen im Rokoko-Stil wird auf dem Schloßhof errichtet. Ein Löwe hält das Schild mit dem Vermählungswappen des Erbauers.

1755 Unter Johann Adolph von Boyneburgk wurde der Streit ums Bergregal endgültig beigelegt.

1755 Der Festsaal im Schloß wird errichtet, die Panoramamalerei wird von dem Eisenacher Maler Schuchmann ausgeführt.

1755 Wilhelm Christoph von Boyneburgk wird in einem feierlichen Zerimonell Berghauptmann.

1757 Prozeß um den Klangswald, der Herzog will die Schenkung rückgängig machen. Die Boyneburgks gewinnen.

1757 Im Siebenjährigen Krieg lagern drei Armeen in und um Stedtfeld. Die Güter und Höfe wurden arg verwüstet.

1760 Wilhelm Christoph stirbt, er hatte das hintere Schloß als schönes Quartier mit großen Kosten und erfahrener Baukunst vortrefflich herrichten lassen.

1761 Johann Adolph verkauft den Clausberg für 6000 Taler, um seinen Söhnen ein Universitätsstudium zu ermöglichen.

1764 Georg Friedrich von Boyneburgk erbaut die neue Sakristai in der Kirche zu Stedtfeld. Die alte Sakristai an der Nordseite der Kirche wird Familienkruft.

1770 Das Hintere Schloß wird aufgestockt. Georg Friedrich stiftet die kleine Glocke In der Stedtfelder Kirche. 1770 Georg Friedrich ließ Parkanlagen am Teichhölzchen anlegen. Um die Jahrhundertwende 1900 waren noch zwei Monumente vorhanden.

1781 Gotthilf Christian erwirbt das Steinsche Bauerngut und das Pfannstielsche Haus in Stedtfeld.

1836 Wilhelm Traugott von Boyneburgk stirbt auf dem Deubachshof und wird auf eigenen Wunsch auf einer Höhe über dem Werratal beigesetzt. Das Grabmal wird das heutige Boyneburgkdenkmal.

1846 Alexander von Boyneburgk erbaut den südwestlichen Turm des Stedtfelder Schlosses. Er war ein großer Kunstsammler.

1851 Wilhelm von Boyneburgk verkauft den Deubachshof an den Oberamtmann Henrici.

1867 Elisabeth, die Witwe von Otto von Boyneburgk erbaut die Familienkruft auf dem neuen Friedhof von Stedtfeld.

1905 Max von Boyneburgk schreibt in einer Broschüre über „Geneologische und Personal-Nachrichten der Familie von Boyneburgk zu Stedtfeld”.

1945 In Folge der Bodenreform Enteignung der Stedtfelder Güter durch die Sowjetiche Besatzungsmacht.

1946 Thora von Boyneburgk flieht mit ihren Kindern in die amerikanische Zone nach Wichmannshausen.

1997 Otto und Dorothe von Boyneburgk kaufen 650ha Wald von der Treuhand, enteignetes Alteigentum zurück

2001 Stedtfeld erhält seine erste Homepage. Die Pflege der Homepage wird von nun an von Klaus Lütkenhues vorgenommen.

2009 Den Namen Ortschaftsrat gibt es nicht mehr. Nun heißt es Ortsteilrat.
Ebenso gibt es eine Veränderung von Ortsbürgermeister zum Ortsteilbürgermeister.
Otto von Boyneburgk läßt einen Damm für den historischen Pochteich aufschieben und später fluten.

2010 Verzichten Boyneburgks und andere Erben auf den Rückgabeanspruch des Alteigentums.

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