Feuerwehr Stedtfeld trainiert hart für den Ernstfall

4. Sep. 2012 |

Die Feuerwehr Stedtfeld in Eisenach trainiert hart für den Ernstfall, der nie eintreten soll. Wehrleiter Müller Kirchner erklärt, welche Lehrgänge ein Feuerwehrmann erfolgreich absolvieren muss.

Ungefähr 200 Stunden umfasst die Ausbildung eines “freiwilligen” Feuerwehrmannes. Oder einer Frau, die Feuerwehrdienst tut. Das ist viel. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich ist. Auch Heiko Müller Kirchner (30), Wehrleiter von der Freiwilligen Feuerwehr Stedtfeld in Eisenach lebt nach dem Motto: “Unsere Freizeit für eure Sicherheit”. Den ersten Kontakt mit der Freiwilligen Feuerwehr hatte er bereits 1993 in der örtlichen Jugendwehr. 1998 wechselte er dann in die Einsatzabteilung.

Seitdem opferten er und sein Kollege Ralf Bachmann (31), als stellvertretender Wehrführer, viele Wochenenden für Weiterbildungen. Zuerst kam der Lehrgang “Sprechfunk”, danach folgte der “Truppmann” als die Grundausbildung für Feuerwehrmänner. Nach dem “Truppmann” kann man sich zum Truppführer ausbilden lassen.

“Da führt man dann einen Trupp mit ein bis zwei Leuten an”, erklärt Müller Kirchner. Finanziert werden die Lehrgänge von der Stadt, denn sie muss dafür sorgen, dass die Erfordernisse und Bedürfnisse der freiwilligen Feuerwehren abgedeckt werden.

Der letzte Lehrgang des 30-Jährigen fand 2010 in Bad Köstritz statt. Nach dem zweiwöchigen Kurs erhielt er dann die Stufe des Gruppenführers. Die Freiwillige Feuerwehr Stedtfeld trifft sich jeden zweiten Samstag zum Fahrzeug- und Gerätetrainig und zur Gerätewartung. “Wir nutzen unsere freie Zeit für eine gute Sache”, sagt Müller Kirchner und bedauert aber auch, dass bei manchen Mitgliedern Engagement und Motivation manchmal fehlten. “Eine Durstrecke gab es schon einmal”, erinnert sich Müller Kirchner.

2010 übernahm er den Posten von Stefan Bendrich, der für zwei Jahre nach Dubai ging. Als Bendrich dann aus den Emiraten zurückkehrte, wurde er Jugenfeuerwehrwart. In der Zwischenzeit übernahm Andreas Heim die Jugendarbeit. Die Jugenfeuerwehr ist sehr erfolgreich in der Gruppenstaffette, einem Feuerwehrwettbewerb, und nahm bereits mehrmals am Thüringenwettbewerb teil. “Unsere Jugend ist eng verbunden mit der Einsatzabteilung”, sagt Müller Kirchner. Doch nicht nur die Jugend sei aktiv, sondern auch die Alters- und Ehrenabteilung. Diese sei stark verzahnt mit dem Feuerwehrverein, beteilige sich an Arbeitseinsätzen und kümmere sich um die Chronik. So habe jeder seinen Platz in der Wehr Stedtfeld. “Immerhin ist die Feuerwehr die größte Abteilung nach den Sportvereinen”, verkündet der Wehrleiter.

Sarah Sophie Reuter / 04.09.12

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